Wurde ich nach meinen Eindrücken von unserem 1. Survival Run gefragt, konnte ich das in einem Wort zusammenfassen: SAUGEIL.


Vorher hatte ich denn doch etwas gezweifelt, ob dieser Lauf wirklich was für uns ist. Sind wir doch sonst nur normale Volksläufe gewohnt. Wir hatten uns damals spontan angemeldet, nachdem Kay diesen Lauf entdeckt hatte. Erst danach ist uns bewusst geworden, was das überhaupt für ein Lauf ist. Aber o.K. dachten wir uns, jetzt wird es auch durchgezogen. Also sind wir – Kay Pascoletti, Jens Gäthje und ich (Petra Schulze) – zusammen mit unserem Groopie Peter Schulze am Freitag, den 09. September nach Hodenhagen gestartet. Hatten wir uns doch dort für 2 Nächte in einer Lodge auf dem Gelände des Serengetie-Parks eingemietet. Eine echt klasse Sache, sieht man mal davon ab, dass, als wir gebucht hatten, nur noch die kleinere Variante der Lodge frei war. Eine interessante Erfahrung, wenn sich 4 Erwachsene eine 24 m² grosse Hütte teilen dürfen mit einer Schlafcouch und einem extra Schlafraum mit einem Etagen- und einem Einzelbett ;-)
Freitag sind wir durch den Park gewandert, haben uns einiges angeschaut und sind dann im Parkrestaurant essen gegangen. Danach noch mal eine Runde durch den Park und ab zur Lodge. Zum Glück hatten wir schönes Wetter und so konnten wir noch etwas draussen auf der Veranda sitzen bevor es dann in die Kojen ging.
Am nächsten Tag sollte um 13.00 Uhr der Lauf starten. Hier kam auch Heiko Sütel noch dazu. Nach einer gemeinsamen Bustour durch den Serengetie-Park wurden wir doch langsam ziemlich nervös. Was wird uns erwarten …
Und dann kam endlich der Startschuss. Ab ging es erst einmal über den Parkplatz und dann auf einen schmalen Feldweg. Hier staute sich das Feld von insgesamt ca. 1.200 Läufern gleich das erste Mal. Ein matschiger Feldweg. Ihr werdet es nicht glauben, aber zu Anfang versucht man tatsächlich die Matschpfützen zu umgehen – und das bei einem Survial-Run, bei dem es laut Veranstalters unter anderem Schlammgruben, Sandkuhlen und viel viel Wasser gibt. So blöd ist man wirklich … Dann kamen sie auch schon, die ersten Wassergräben. Schon war man bis zum Bauchnabel nass. Wenn das Wasser nur etwas wärmer wäre, dachte ich noch, und vielleicht etwas sauberer. Das sah ganz schön brackig aus. Aber so richtig Zeit hatte man nicht drüber nachzudenken. Kamen doch die Sanddünen. So nass wie wir waren durften wir ca. 5 Meter hohe Sandhügel hoch und runter krabbeln, laufen, springen. Und zum Abschluss dieses Hindernissen durften wir noch auf allen Vieren unter einem Zaunteil durchrobben. Und dann wieder Wasser, Sand, Matsch. Mal natürliche Hindernisse, mal künstliche – wie z.B. aufgestapelte Paletten über die man klettern musste. Und wieder was zum Unterdurchkrabbeln. Insgesamt waren es 20 Hindernisse auf der 8 km Strecke. Zum Schluss wurde es noch einmal richtig anstrengend. Auf den letzten 500 Metern gab es noch Heuberge, Reifen und Holzgestelle, die überwunden werden mussten.
Heiko und ich sind nach knapp 58 Minuten gemeinsam ins Ziel gelaufen und hatten wirklich, wie es der Veranstalter verspricht, leuchtende Augen, haben uns abgeklatscht und wollten gleich noch mal los. Auch die anderen beiden, die eine Viertelstunde später ins Ziel kamen, hatten die gleichen leuchtenden Augen.
Peters Kommentar nachdem er uns alle gesehen hatte: „Wie seht ihr denn aus. Geht weg, ihr seid dreckig und stinkt“. Und er hatte recht, wir sahen wirklich nicht gerade zum anbeissen aus ;-) Aber nach der Dusche war die Welt wieder in Ordnung.
Meine Schuhe habe ich gleich dort entsorgt. Ich hatte sowieso die ältesten Laufschuhe geschnürt und das war auch gut so. Kay hat seine nur mit Domestos sauber bekommen. Daran könnt ihr vielleicht ein bisschen erkennen, wie wir aussahen.
Dananch haben wir uns noch ein schönes restliches Wochenende im Serengetie-Park gemacht.
Als Fazit kann ich nur sagen: Ich kann jedem diesen Survival-Run nur empfehlen. Ein bisschen Spass am Laufen sollte man allerdings als Voraussetzung schon mitbringen und man darf nicht allzu zimperlich sein, was Wasser, Matsch und Sand betrifft. Habt ihr Interesse bekommen, dann schaut selbst im Internet unter www.survival-run.de nach oder fragt uns …
Wir jedenfalls sind schon für den Lauf 2012 angemeldet.
Bilder von uns könnt ihr demnächst auch auf der Homepage von Fortuna Wellsee finden.
Für die Surviver
Petra Schulze












